Drei Schätze Meditation


Diese Methode stammt aus der Gemeinschaft des Weges der Einheit und dient zur Selbstkultivierung für Menschen im Alltagsleben mit ganz normalen Nöten und Sorgen berufen sich auf Lehren und Praxiswege der alten buddhistischen, taoistischen und konfuzianischen Meister. Die Meister des Weges der Einheit vertreten den Anspruch, die Menschen zu ermutigen, den eigenen Weg zur Selbstverbesserung zu gehen und den Weg zum Tao, dieser ursprünglichen Einheit, allen Menschen aufzuzeigen.  Dazu bedient man sich der „Drei Schätze“, die über eine traditionelle konfuzianische Zeremonie von einem Meister feierlich an die Schüler weitergegeben werden.   


Der Weg der Einheit wendet sich an Menschen, die Harmonie mit sich und mit der Umwelt wertschätzen und dieses Potential noch weiter ausbauen wollen. Es geht darum, trotz vielfältiger energetischer oder karmischer Einflüsse und Hemmungen treu zu sich selbst zu stehen und seine ursprüngliche Natur mit ihren Fähigkeiten zu bewahren und zu entfalten. In der heutigen Zeit der Individualisierung und der Globalisierung, die sämtliche spirituelle Traditionen der Menschheit aufeinander treffen lässt, ist es das Anliegen des Weges der Einheit, dem Einzelnen eine solide alltagstaugliche Praxismethode zur Verfügung zu stellen, ohne seine persönliche und weltanschauliche Freiheit einzuschränken.


Die Meditationsmethode zielt auf Sammlung und Achtsamkeit des Geistes, die uns imstande setzt, den Herausforderungen des Alltags mit der uns innewohnenden natürlichen Weisheit zu begegnen. Das Studium der Texte der alten Meister und die Übung von altchinesischen Ritualen fördern zusätzlich das Erreichen dieses Zieles.


Kursinhalt:

Drei-Schätze Meditation des Weges der Einheit 

Chan-buddhistische, daoistische und konfuzianische Weisheiten



„Das Ziel sei Einheit! Du hörst nicht mit den Ohren, sondern hörst mit dem Verstand; du hörst nicht mit dem Verstand, sondern hörst mit dem Qi (mit dem Atem; mit der Lebensenergie). Das äußere Hören endet beim Ohr, der Geist endet (dem Qi) entsprechend; nur das Qi sammelt die Leere und vermag alle Dinge in sich aufzunehmen. Und das Dao ist es, das diese Leere füllt. Dieses Leersein nennt man Fasten des Herzens.“

--- Das wahre Buch vom südlichen Blütenland (Zhuangzi)



„Erleuchtung und Verblendung - der gemeine Men­­­­­sch betrachtet sie als zwei Dinge. Ein Weiser jedoch betrachtet diese ohne Differenzierung. Der undifferenzierte Sinn ist der wahre Sinn. Dieser ist nicht vermindert bei den Verblendeten, aber auch nicht vermehrt bei den Weisen. Er ist nicht verwirrt bei belastenden Umständen, aber kommt nicht zur Stille bei meditativer Ruhe. Es bricht nicht ab, ist aber auch nicht stetig. Es gibt kein Kommen, aber auch kein Gehen. Es ist nicht in der Mitte, aber auch nicht im Außen oder Innen. Es ist nicht ge­boren und stirbt nicht. Es ist immerwährend und wan­delt ni­cht. Genannt wird es – das Dao.“ 

--- Podiumsutra d. 6. Patriarchen (Huineng)